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Die jüngsten bildungspolitischen Entscheidungen zur Ausweitung des Betreuungsangebots für Kleinkinder eröffnen reizvolle Chancen: Es wird ein neuer, akademischer Beruf des Frühpädagogen geschaffen, und die Hochschulen müssen in kurzer Zeit zahlreiche neue Studiengänge entwickeln, um die zu erwartende Nachfrage decken zu können. An der Diskussion um die fachliche Ausgestaltung dieser frühpädagogischen Studiengänge beteiligen sich auch Psychoanalytiker. Sie können dazu beitragen, daß die zukünftigen Frühpädagogen ein fundiertes psychoanalytisches Wissen über die kindliche Entwicklung, über Selbstentwicklung und Intersubjektivität, über Risiken und Fehlentwicklungen erwerben und Handlungskompetenz gewinnen. Der nachfolgende Aufsatz skizziert diesen psychoanalytischen Beitrag am Beispiel des neu eingerichteten Studiengangs »Bachelor of Arts: Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit« an der Fachhochschule Potsdam. Er zeigt, daß die Psychoanalyse einen solchen Studiengang mit einem ganz eigenen, attraktiven Profil ausstatten kann.