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Die Oper Salome von Richard Strauss wird auf mehreren Ebenen analysiert. Handlung und Rezeption der Oper zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden skizziert und in Beziehung zum zeitgenössischen Hysterie-Diskurs und dem Phantasma der Femme fatale gesetzt. Der Vergleich des Opernlibrettos mit Oscar Wildes Theaterstück enthüllt in den von Strauss ausgelassenen Textstellen Parallelen zu den klassischen Tragödien anderer Stiefkinder: Orest, Elektra und Hamlet. So wird, was in der Oper als Salomes weibliche Bosheit dämonisiert und mystifiziert wird, relational vor einem Hintergrund transgenerationaler Familienschuld interpretierbar.