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In der vorliegenden Arbeit wird eine Lektüre von Thomas Manns Erzählung Der Tod in Venedig unter dem Gesichtspunkt von Freuds Todestrieb- und Narzißmustheorie versucht im Kontext der Philosophie des fin de siècle, die sowohl Thomas Manns als auch Freuds Denken beeinflußt hat. Dabei wird über eine Betrachtung des Todestriebkonzepts und seiner symbolischen Realisierungen in der Novelle hinaus das Zusammenspiel von Eros und Thanatos in Thomas Manns Stil untersucht, worin sich der grundlegende Konflikt von Subjektivität in dieser Zeitenwende vor dem Hintergrund der sich anbahnenden Katastrophen des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.