You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Es handelt sich um einen Band aus der von Peter Fonagy und Mary Target herausgegebenen Whurr Series in Psychoanalysis, als deren Programm »the intellectual challenge to explore the questions of meaning and interpretation systematically« bestimmt wird (S. XII). Im vorliegenden Band soll es um die »increasing awareness of the problematical relation between clinical work and theory« (S. 2) gehen, wobei die Beiträge sich an Sandlers prominentem Aufsatz von 1983 (Psyche 37, 577-595) orientieren, in dem von den privaten, impliziten Theorien des Analytikers in der klinischen Situation gesprochen wird. Untersucht wird »all that really happens in clinical practice in order to link it subsequently to the knowledge we acquire from official theory« (S. 2). Es kann gesagt werden, daß damit der Versuch unternommen wird, psychoanalytische Konzeptforschung und empirische psychoanalytische Psychotherapieforschung zusammen-zuführen.
Neben Sandlers Aufsatz als durch-gängigem Bezugspunkt der zehn Beiträge kann als verbindende Klammer die Frage danach bestimmt werden, in welcher Weise das klinische Geschehen mit psychoanalytischer Theorie und Technik verbunden ist. Damit wird nicht nur das Problem des theoretischen Pluralismus aufgeworfen, wie es besonders Fonagy in seinem Beitrag tut, sondern auch auf die Schwierigkeit verwiesen, daß die »Logik« der Psychoanalyse nicht deduktiver Natur ist und ihre Theorien nicht als formale im Popperschen Sinne betrachtet werden können. Die Beschäftigung mit zentralen epistemologischen Fragen und mit solchen danach, was in Behandlungen tatsächlich getan wird, ist allen Beiträgen gemeinsam. Bei aller wissenschaftstheoretischer Reflexion wird durchgängig der Anspruch deutlich, sich an der klinischen Praxis zu orientieren. So werden in systematisierender Absicht Fallberichte herangezogen, und zwar in einer Weise, die nicht so sehr in den Blick nimmt, was vom Patienten deutlich wird, sondern vielmehr die Interventionen des Behandlers hinsichtlich zugrundli