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Im ersten Teil wird die Psychodynamik der Schizophrenie unter Zuhilfenahme der bestehenden psychoanalytischen Theorien beschrieben. Die spezifische Störung bei der Schizophrenie ist eine Ichschwäche, die sich besonders in Beziehungskonfliktenmanifestiert und zur Desintegration der psychischen Prozesse führt. In der psychotischen Regression kommt es zum Rückgriff auf infantile Reaktionsweisen und Vorstellungen. Die produktiven Symptome sind eine Verarbeitung sowohl des aktuellen als auch eines wichtigen infantilen Konflikts. Im zweiten Teil sichtet der Autor die umfangreichen, aber fast vergessenen Untersuchungen zu Familien mit Schizophrenie. Verknüpft mit den Ergebnissen der neueren Säuglingsforschung, ergibt sich daraus eine mögliche Erklärung für die Entstehung der spezifischen Ichschwäche. Auf der Basis massiver Projektionen und projektiver Identifizierungen in der Familie kann sich bei dem Kind keine sichere Ichgrenze bzw. Autonomie entwickeln. Es entsteht eine in sich widersprüchliche psychische Struktur, was u. a. dazu führt, daß die kindlichen Bindungen nicht aufgegeben werden können. Die Konsequenzen, die sich daraus für eine Psychotherapie der Schizophrenie ergeben, werden im dritten Teil anhand von Fallvignetten behandelt.