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In diesem Beitrag untersuche ich den problematischen Stellenwert der äußeren Realität in der psychoanalytischen Theorie und Praxis. Kollegen, die über Traumata schreiben, behandeln historische Ereignisse so, als träten diese in der Analyse an die Stelle von persönlichen Motiven und Konflikten. In der Fachliteratur wird das traumatische Geschehen so dargestellt, als halte es das Individuum besetzt, ähnlich der Vorstellung, von den historischen Ereignissen besessen zu sein. Von Autoren, die sich nicht mit dem Trauma beschäftigen, sondern mit Subjektivität, Intersubjektivität und gemeinsam konstruierter Realität, wird die äußere Welt ignoriert. Aufgrund dieser Tendenz habe ich für meinen Beitrag den Titel »Die Psychoanalyse: ein Zimmer ohne Aussicht?« gewählt. Die Vorgänge, die von jenen Analytikern geschildert werden, die über Traumata schreiben, werden als unsymbolisiert und infolgedessen als nutzlos für die analytische Arbeit betrachtet, bis sie in der Übertragung zutage treten. Diese Tendenz, die äußere Realität in der Behandlung zu ignorieren, ist unvereinbar mit den kognitionspsychologischen Erkenntnissen über die »emotionale Intelligenz«.