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Mit dem Titel Schwierige Passagen will Annemarie Laimböck auf den vorübergehenden Charakter bestimmter Ereignisse in Psychoanalysen hinweisen. Im Text ist viel öfter von »schwierigen Situationen« die Rede. Das bezeichnet einen Zustand, aus dem sich eine Arbeitsanforderung an die Psychoanalytikerin/den Psychoanalytiker ableitet (der besseren Lesbarkeit wegen werde ich im folgenden nur das männliche Genus gebrauchen). An einer Stelle heißt es sogar »gefährliche Situationen«, denn es kann durchaus das Wohl und Wehe der Behandlung davon abhängen. Inhalt des Buches sind die Beschreibung, Erklärung und Handhabung dieser Situationen.
Jedem Analytiker werden beim Lesen des Buchtitels Situationen aus Psychoanalysen vor Augen treten, die er als schwierig empfunden hat, in denen er vielleicht an seiner Kompetenz zu zweifeln begann. Man erlebt diese Ereignisse als Momente von »Irritation, Nicht-Verstehen und einen emotionalen Druck (Deutungsdruck)« (S. 75). Diese Gefühle sind die Antwort auf »heftige Übertragungsgeschehnisse, als Acting-out erscheinende Vorgänge, affektive Entgleisungen, scheinbar unüberwindliche oder gut getarnte Widerstände, Unfähigkeit des Patienten, sich mit sich zu konfrontieren, und die negative therapeutische Reaktion« (S. 75), alles gute Bekannte aus dem Repertoire der Psychoanalyse. Sie machen dem Psychoanalytiker das Leben schwer, sollten aber eigentlich als Freunde begrüßt werden, denn wo sie auftauchen, ist etwas Wichtiges verborgen. Um sie hat sich die klinische Psychoanalyse