You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Sexuelle in der analytischen Paarbeziehung wird zunächst im Kontext einer Reihe zusammengehörig-widersprüchlicher Merkmale der analytischen Situation erörtert. Im nächsten Schritt werden die scheinbar so konstanten Eigenschaften des analytischen Rahmens einer dynamischen Betrachtungsweise unterzogen. Damit wird zugleich die Ko-Kreation der übertragungs-Gegenübertragungsprozesse herausgestellt und insbesondere auf die sinnlich-leibhaftige Qualität des Austausches zwischen Patient und Analytiker hingewiesen. Rahmen, Abstinenz und Neutralität erweisen sich somit nicht als ein einfach durch das analytische Setting Gegebenes, sondern als ein stets erst (wieder) Herzustellendes. Behält man diese Gegebenheiten im Blick, dann können - in methodischer Wendung - die unvermeidbaren Momente der Verwicklung im günstigen Fall zum Ausgangspunkt von Einsicht und Entwicklung im analytischen Paarprozeß werden.