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Die Deutschsprachige Internationale Psychoanalytische Tagung wird in der Nachfolge der »Mitteleuropäischen Tagungen« im zweijährigen Turnus wechselnd von der schweizerischen, den österreichischen und den beiden deutschen Gesellschaften ausgerichtet. Diesmal hatte die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft nach Berlin eingeladen. Traditionsgemäß wird ein psychoanalytisches Thema in fünf Hauptvorträgen und sechs, von Kandidaten gehaltenen Korreferaten bearbeitet. Dazu kommt die tägliche klinische Arbeit in Supervisionsgruppen. Dieser Rahmen ermöglicht ein außerordentlich konzentriertes und fruchtbares Arbeiten.
Fast ein Viertel der knapp 300 Teilnehmer waren Kandidaten, und das Klima der Tagung war geprägt vom offenen und öffentlichen Gespräch mit ihnen, ihren kompetenten Beiträgen und nachdenklich vorgebrachten Fragen und Forderungen an die Ausbildung, und auch von Anerkennung, Stolz und Freude auf seiten der »Eltern«-Generation über die Vielzahl der jungen, engagierten Kollegen.
In der Geschichte der Behandlungstechnik wird der Schutz- und Bewältigungsfunktion von Abwehr und Widerstand zunehmend Aufmerksamkeit entgegengebracht. Es entwickeln sich neue Perspektiven, die diese unbewußten, kreativen Ich-Leistungen der Patienten als wichtige Indikatoren für den Behandlungsprozeß begreifen. Mit der »Angst vor Veränderung« bezogen sich die Veranstalter auf Theorien, die Abwehr und Widerstand in Konzepten der »Psychischen Organisation« oder des »Background of Safety« diskutieren: Konzepten, die der Erkenntnis Rechnung tragen, daß jede psychische Veränderung mit Trauer einhergeht, d. h. mit einer schmerzvollen Anerkennung der Realität des Verlusts von illusionären inneren Bildern über sich selbst und die Objekte. Schließlich öffnete das Tagungsthema auch den Raum für eine Reflexion über die spezifische Abwehr des Analytikers, seine Gegenübertragungswiderstände und seine Angst, sich den Übertragungsbewegungen des Patienten hinzugeben, sich berühren, verwickeln und auch veränd