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In diesem Beitrag geht es um die Folgewirkungen eines frühen Traumas für die Entwicklung eines Jungen, der zu Beginn der vier Jahre dauernden Behandlung sechs Jahre alt war. Das Trauma lähmte seine Entwicklung und sein psychisches Funktionieren in nahezu allen Bereichen - in seiner Fähigkeit zur Objektkonstanz und zur Affektregulation, in seiner Frustrationstoleranz, seinem Selbstgefühl, seinem Selbstschutzverhalten und seiner Fähigkeit zum Symbolisieren. In der Analyse dieses Jungen lassen sich vier Phasen ausmachen, was seine Fähigkeit anging, mit den Erinnerungen an die traumatische Vorgeschichte umzugehen. Anfangs versuchte er, diese Erinnerungen auszublenden, brachte sie aber durch eine ständige Erregtheit und durch Reinszenierung zum Ausdruck. In der nächsten Phase erinnerte und reinszenierte er herausragende Geschehnisse. In der dritten Phase wurden frühe Erinnerungen verschoben wiedererlebt und durchgespielt; in der letzten Phase kam es zum ebenfalls verschobenen Durchspielen aktueller Anliegen und Besorgnisse. Jede dieser Phasen war im Vergleich zum jeweils vorangegangenen Zustand durch eine bessere Affektregulation, ein Mehr an symbolischem Spiel und die zunehmende Fähigkeit gekennzeichnet, das Unerträgliche auszuhalten und darüber nachzudenken. Der vorliegende Beitrag geht den unterschiedlichen Wegen der verbalen und verhaltensimmanenten Wiederholung, Wiederbelebung und Äußerung eines chronischen Traumas und des in der frühen Kindheit erlebten herausragenden traumatischen Geschehens nach.