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Sabina Spielrein (1885-1942) wurde von Sigmund Freud und C. G. Jung und später von jungen, linken Analytikern wie Otto Fenichel sehr geschätzt, weil sie eine kreative Denkerin war, weil sie eine große Begabung für das Unbewußte hatte, weil sie das Talent besaß, anregende Fragen zu stellen und originelle Forschungsdesigns zu entwerfen. Sie war eine Vordenkerin, die auf zahlreichen Gebieten neue Fragen aufwarf, neue Gesichtspunkte zur Sprache brachte, für die es damals keine Vorläufer gab - beispielsweise in der Ich-Psychologie, zur Psychologie der Frau, in den Bereichen Entwicklungspsychologie und Kinderanalyse, in Linguistik und Neuropsychologie. Als eine der ersten Psychoanalytikerinnen interessierte Spielrein sich für die Sprachentwicklung des Kindes und die Erforschung des Zusammenhangs von Sprechen und Denken beim Kind. Damit hat sie andere Forscher wie Sigmund Freud, C. G. Jung, Melanie Klein, Jean Piaget, Lew S. Wygotzki und Donald W. Winnicott angeregt. Spielreins persönlicher Werdegang wird von der Autorin skizziert, die Schwerpunkte ihrer theoretischen Arbeit werden vorgestellt, Veränderungen in ihrem wissenschaftlichen Ansatz nachgezeichnet.