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Die Arbeit geht von der im Rahmen der Kontroverse um »Hobbesianismus« und »Intersubjektivismus« in der Psyche von Honneth (2001a) aufgeworfenen Frage aus, »wie das Widerständige im einzelnen Subjekt kategorisch angemessen gefaßt werden soll«. Ins Zentrum seiner Überlegungen stellt der Autor den Begriff »Widerspenstigkeit«, die aus psychoanalytischer Sicht im kindlichen triebhaften Unbewußten ihren Ursprung hat. Nach einer Zusammenfassung von Honneths Gedankengang diskutiert er die Suche nach dem Anfang des asozialen Selbst unter dem Primat einer biologisch orientierten Triebtheorie, die zum Hobbesianismus führt und die er verwirft, und die Suche nach dem Anfang unter dem Primat der Begegnung mit den Erwachsenen. Dabei schildert er eine entwicklungspsychologische und eine psychoanalytische Theorie: die Pedagogy-Theory und die Allgemeine Verführungstheorie. Sie beschreiben die intersubjektive Entstehung, erstere des subjektiven Selbst, letztere des psychoanalytischen Triebs und des Unbewußten. Widerspenstigkeit entsteht aus der eigenständigen Übersetzungsarbeit des Kindes an seiner triebhaften unbewußten Umwelt der Erwachsenen und der Kultur. Damit läßt sich die »quasi-natürliche Kraft des Negativen« (Honneth) als Teil einer kritischen Gesellschaftstheorie konzeptualisieren.