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Dieser Beitrag beschreibt drei Modi des Umgangs mit dem psychogenetischen Erbe, die sich in der frühen Entwicklung des Individuums herausbilden. Der erste, für die normale Entwicklung charakteristische Modus wird hier als Leben mit dem Schatten des eigenen Erbes bezeichnet. Der Schatten (der Geschichte, des Lebens und des Todes) ist ein natürlicher Begleiter des Selbst. Dem zweiten Modus, dem Leben unter den Schatten des Erbes, begegnet man bei schwerer gestörten Patienten. Er ist charakterisiert durch die unbewußte Phantasie, nicht von wohlwollenden Vorfahren umgeben, sondern von rachsüchtigen Geistern verfolgt zu werden. Der dritte, für schwergestörte Patienten typische Modus ist das Leben als Schatten. Dieser Modus wird vom Autor als Chimärismus bezeichnet; der Begriff beschreibt einen Mischorganismus, der sich, weil er eigene Anteile als fremd erlebt, unter Umständen gegen sich selbst richtet. Auf der unbewußten Ebene entspricht dies einem Erbe, das als solches weder wahrgenommen noch mentalisiert werden kann. Es konstituiert ein vollständiges Chaos, in dem das kaum vorhandene Selbst in flüchtigen Momenten als ein bizarres Objekt erlebt wird, das aus nicht zueinander passenden, sich miteinander verschweißenden Teilen besteht. Diese drei Modi werden anhand von Material aus der Analyse eines autistischen Jungen beziehungsweise eines erwachsenen Patienten untersucht, der von der unaussprechlichen, entsetzlichen Vergangenheit seiner Vorfahren verfolgt wurde.