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Die Zeitschrift, die 2009 im zehnten Jahrgang erscheint, wurde bis 2004 mit vier Heften pro Jahr vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen verlegt. Mit dem Jahrgang 2005 wechselte die Zeitschrift zum Psychosozial-Verlag in Gießen, stellte auf zwei (dafür seitenstärkere) Ausgaben um und übernahm den jetzigen Untertitel.
Herausgeber waren in den ersten Jahren Jörg Bergmann (Bielefeld), Brigitte Boothe (Zürich), Michael B. Buchholz (Göttingen), Martin Hartung (Radolf-zell), Tom Levold (Köln), Annegret Overbeck (Frankfurt/M.), Jürgen Straub (Nürnberg-Erlangen/Chemnitz), Ulrich Streeck (Göttingen), Stephan Wolff (Hildesheim). Ab dem Jahr 2006 sind Brigitte Boothe, Jörg Frommer, Bernhard Grimmer, Jürgen Straub und Ulrich Streeck im Herausgebergremium. Damit zeichneten und zeichnen einige der profiliertesten qualitativen Sozialforscher und Psychoanalytiker für dieses innovative Journal verantwortlich.
Erklärtes Ziel der Zeitschrift ist es, Beiträge zu veröffentlichen, die im Spannungsfeld von qualitativer Sozialforschung und psychotherapeutischer Praxis angesiedelt sind, eine interdisziplinäre Ausrichtung aufweisen und entsprechend auch die gesellschaftliche Dimension von Psychotherapie thematisieren. Mögliche Fragestellungen und Anliegen sind deshalb z. B., wie Mitarbeiter auf onkologischen Stationen mit Patienten über Sterben und Tod sprechen, wie in Talkshows über Aids, Viagra oder Brustkrebs diskutiert wird, wie Ehepartner sich gegenseitig bei der Lösung von Problemen helfen, aber auch wie professionelle Diagnosen interaktiv hergestellt werden, welche Metaphern über Depression in Gesprächen ausgetauscht werden. Damit werden nicht nur Transkripte von psychotherapeutischen Sitzungen vorgestellt, sondern auch anschauliche Kasuistiken aus der nichttherapeutischen Welt. Darüber hinaus gibt es Raum für methodologische und philosophische Themen. Ein gewichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf dem, was in herkömmlichen Betrachtungen, wie z. B. analytischen Kasuistiken, oftmals