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An der kleinianischen Psychoanalyse scheiden sich die (analytischen) Geister. Die einen sind von der Genauigkeit in der Erfassung klinischer Zusammenhänge fasziniert, während die anderen von einer »hermetischen Deutungstechnik« sprechen und die Handhabung der Übertragung als verfolgend empfinden.
Wer sich nun von der neueren Entwicklung in der kleinianischen Psychoanalyse ein genaueres Bild machen will, dem sei das hier zu besprechende Werk von E. Bott Spillius ans Herz gelegt. Es ist herausgegeben und mit einer hilfreich kommentierenden Einleitung versehen von Claudia Frank und Heinz Weiß, zwei Autoren, die sich um die Verbreitung neuer kleinianischer Texte im deutschen Sprachraum verdient gemacht haben.
Ihr einleitendes Kapitel nennen die Herausgeber »Über das Verstehen klinischer Fakten in der psychoanalytischen Situation«. Sie stellen dem Leser zunächst E. Bott Spillius vor, die bereits eine renommierte Sozialanthropologin war, als sie sich in London der Psychoanalyse zuwandte. Als Lehranalytikerin und Mitglied der Gruppe der Contemporary Kleinians trug sie sehr zur Rezeption der modernen kleinianischen Texte bei; hier seien nur die beiden auch auf deutsch erschienenen Bände Melanie Klein heute erwähnt. Das Besondere an den Arbeiten von Bott Spillius ist darin zu sehen, daß sie ihre Auseinandersetzung mit der kleinianischen Psychoanalyse immer im Vergleich mit den anderen psychoanalytischen Richtungen führt, eine wissenschaftliche