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In diesem Artikel wird der Versuch unternommen, die Auswirkungen der politisch-gesellschaftlichen Beziehungen zwischen zwei lange verfeindeten Nachbarländern (Tschechoslowakei/Tschechien und Deutschland) auf das Erlernender jeweiligen Landessprache zu betrachten und zu analysieren. In den Artikel sind einige persönliche Daten der Autorin eingeflochten, die das (sprachliche) Drama zwischen den beiden Ländern veranschaulichen. Das Bewegen in den beiden Sprachwelten, die zur damaligen Zeit, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, eigentlich unvereinbar waren, kann eine transgenerationelle Transmission zum Ausdruck bringen, unabhängig davon, wie gut die Sprache beherrscht wird. Denkbar wäre, daß sich aus psychodynamischer Sicht ähnliche Phänomene in anderen Ländern mit vergleichbaren politischen Konflikten abspielen wie etwa in Palästina oder in den Balkanländern.