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Am Ende dieser hochinteressanten, sehr anstrengenden Tagung waren die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen »Mentalisierung« und »Symbolisierung« nicht unbedingt klar. Dafür wurde aber die Komplexität der Thematik deutlicher, und neue Fragen wurden aufgeworfen. Divergenzen und Kongruenzen wurden eher unterschwellig ausgedrückt und erst im nachhinein deutlich. Ich versuche im Folgenden einige der in der Tagung aufgeworfenen Fragen und Gedanken herauszuarbeiten.
Als Vertreter der kleinianischen Schule in England erläuterte Ron Britton (London) den durch die Kleinianerin Hanna Segal (2002) in der Psychoanalyse bekannt gewordenen Begriff der Symbolisierung, während Peter Fonagy (London) als wichtigster Vertreter der Mentalisierungstheorie besondere Aspekte des Mentalisierungsbegriffs darstellte.
Die deutschen Mitdiskutanten auf dem Podium (Heinz Weiß, Stuttgart; Claudia Frank, Stuttgart; Ingo Focke, Stuttgart; Karl Metzner, Heidelberg) versuchten gleich zu Beginn der Tagung auf die Divergenzen hinzuweisen. H. Weiß sprach in seiner Einleitung von einer »Kontroverse«, während K. Metzner auf die heftigen Diskussionen in Deutschland zwischen den Kleinianern und den Vertretern der strukturbezogenen Therapie nach Gerd Rudolf hinwies. Dieser hatte die Anwendung von Übertragungsdeutungen bei Borderline-Störungen in einem Vortrag als »Kunstfehler« bezeichnet (Rudolf 2006).
Die beiden Herren aus England waren jedoch nicht auf Theoriestreit aus. Immer wieder bestätigten sie sich gegenseitig und nickten sich freundlich-humorvoll zu. Wenn dieses Treffen eine »Controversial Discussion« wie in den 40er Jahren zwischen den Anhängern von Melanie Klein und der Gruppe um Anna Freud werden sollte, dann war das Ergebnis von damals, das sogenannte »Gentlemen's Agreement«, bei dieser Tagung schon am Anfang erreicht. Fonagy erklärte, neben seinem Lehrer Ron Britton fühle er sich als »kleiner Junge«. Britton schien im Gegenzug eine väterlich-wohlwollende, nicht-kritische Haltung gegenüber Fona