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In der psychoanalytischen therapeutischen Situation wird eine intersubjektive reflexive Mikrowelt entwickelt. In ihr werden die reflexiven Funktionen des Analytikers und des Analysanden miteinander verknüpft. Alle Vorgänge in diesem Bereich sind mit der Regulierung der realen Beziehung rückgekoppelt. Diese selbst wird zusätzlich Inhalt der Reflexion. Um die Vorgänge der Reflexivität und deren affektive Regulierungen zu verstehen, werden Hypothesen zur Struktur des impliziten Beziehungswissens präsentiert. Kernelemente sind die bildhaft transformatorischen Operationen. In kritischen Situationen werden implizite reflexive Vorgänge benützt, die von affektiven Informationen ausgelöst werden und Veränderungen bewirken. Das wird an Beispielen von (konkreten) Bildern, an Träumen und an einem Protokoll eines Wahnzustands gezeigt. Informationen über transformatorische Operationen erhalten wir nur über Produkte der Externalisierung (Formen der Imagination, Inszenierungen, Spiel). Ein »reentry circuit« wirkt auf die innere Mikrowelt und verändert sie. Sprache ist eine mentale Organisation, die eine explizite kommunizierbare Reflexivität ermöglicht. Sprache simuliert Narrative von Bildern und wird ihrerseits in Bilder rücktransformiert (eine zweite Art der Simulation). Diese explizite Reflexivität ist ebenfalls einer affektiven Regulierung unterworfen und wird am Ende im positiven Fall in eine objektunabhängig funktionierende implizite Reflexivität zurückverwandelt.