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Den zahlreichen »psychoanalytischen Filmclubs« in jeder größeren oder Universitätsstadt in Deutschland entsprechen die aus ihnen hervorgegangenen zahlreichen Veröffentlichungen der letzten Zeit. Meist sind es Vielautorenbücher, da es ja auch immer Kollegengruppen sind, deren Mitglieder reihum ihre bevorzugten Filme zur Diskussion stellen. Insofernist Theo Pieglers Buch eine Ausnahme, als er als Alleinautor 13 Filme unter psychoanalytischen Gesichtspunkten bearbeitetet hat. In einem Prolog führt Peter Kutter die Macht der Bilder des Kinos auf die Menschen auf die Korrespondenz der äußeren Bilder des Films mit den auch unbewußten inneren Bildern des Zuschauers zurück. Identifikationen vielfältiger Art fänden statt, geradeweil der Film menschliche »Grenzsituationen« (Karl Jaspers) behandelt: Kampf, Liebe, Schuld und Tod, besonders auch Macht und die Konfrontationen mit der Endlichkeit des Lebens. Mit Parallelen zur Visualität des Traums, auch der Metapher der »Urhöhle des Uterus« (S. 11) für den dunklen Kinosaal und seine Einladung zur Regression, mit Platons Höhlengleichnis bis hin zum Vergleich mit der Urszene und dem mit ihr verbundenen Voyeurismus entwirft Kutter das Spektrum der Verwandtschaft von Psychoanalyse und Film. Einleitend ergänzt Piegler die Parallele von Traum und Film noch mit dem Hinweis auf den »Dreamscreen« Bertram Lewins: die Brust der Mutter als Projektionsfläche des Säuglings. Piegler möchte »dem Leser den Weg in den kreativen Übergangsraum der Filmwelt, zwischen Phantasie und Wirklichkeit gelegen, […] eröffnen« (S. 30). »Mit der Filmrezeption werden eigene dunkle und aggressive Seiten ausgelebt, die im realen Alltagsleben keinen Platz finden« (S. 19). Natürlich gibt es individuelle Vorlieben: »Filminhalt, Primärprozeßhaftes, eigene Phantasie sowie subjektives Erleben in Abhängigkeit von der aktuellen Lebenssituation sind beim Betrachten von Filmen untrennbar amalgamiert« (S. 21f.). In seiner Einleitung zählt Piegler nicht weniger als 26 Filme au