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Freuds Definition der Ichspaltung, »zwei psychische Einstellungen anstatt einer einzigen, die eine, die der Realität Rechnung trägt, die normale, und eine andere, die unter Triebeinfluß das Ich von der Realität ablöst«, und seine Betonung, dass beide Einstellungen dem Ich angehören, während üblicherweise die eine dem Ich angehört, die gegensätzliche als verdrängt dem Es, sind der Ausgangspunkt dafür, auf die weite Verbreitung dieser Störung des Ichs hinzuweisen. Das gemeinsame Wirken von Spaltung, Verleugnung, Projektion und Verdrängung bildet eine rigide Abwehrstruktur gegen überwältigende Ängste, die schwer zu beeinflussen ist. Die Vorstellungen von Übertragung und Verdrängung als Konzepte, die zunächst einmal dem ödipalen Strukturniveau zugehören, können dazu verführen, die »Verrücktheit« dieser Verhältnisse zu verschleiern. Diese Verhältnisse werden heute in der psychoanalytischen Literatur allüberall diskutiert, häufig jedoch ohne sie mit dem Freudschen Konzept der Ichspaltung zu verbinden. Die klinische Bedeutung des Konzepts für die ebenfalls gespaltene Übertragung-Gegenübertragung sowie das technische Vorgehen werden erörtert und an einzelnen Fallbeispielen konkretisiert.