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Die Autorin versteht den psychoanalytischen Rahmen als konstitutives Element des psychoanalytischen Prozesses, allerdings nicht als etwas in Theorie Erstarrtes, sondern als ein Element, dessen konstitutive Bedeutung in der therapeutischen Situation dadurch ermöglicht wird, dass der Rahmen als praktisch-lebendiger Bezug zwischen Analytikerin und Patient entwickelt wird. Aus Sicht der Autorin kann nicht an der Phantasie festgehalten werden, dass »der Rahmen« einen in der Behandlung sich einstellenden Konflikt, eine behandlungstechnische »Sackgasse« zu lösen oder deren Entstehen zu verhindern vermag. Es gilt die Spannung auszuhalten, die sich daraus ergibt, dass weder eine Haltung des »anything goes« noch eine der theoretischen Starrheit die Oberhand gewinnt. Dabei sieht die Autorin für die Wirksamkeit eines so verstandenen Rahmens die Notwendigkeit der Übernahme von Verantwortung durch die Analytikerin für ihr Wirken, deren Selbstreflexion und des offenen kollegialen Austausches über die reale Praxis. Wie elementar die Wirkung des Rahmens werden kann, soll hier insbesondere am Umgang mit traumatisierten Patienten verdeutlicht werden, für die das Herrschen eines (nur theoretischen) Rahmens zum Instrument ihrer ReTraumatisierung würde, die aber stattdessen einer Praxis bedürfen, die sie zunehmend in die Lage versetzt, Vertrauen in die Person der Analytikerin und, in dieser vermittelt, schließlich auch in die Regularien einer lebendigen Beziehung zu entwickeln.