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Mit diesem Beitrag legen die Autoren eine kurze Geschichte der Literatur zur Geschichte der Psychoanalyse vor. Sie machen geltend, dass sowohl die Psychoanalyse selbst als auch die historische Darstellung, die sie in der Literatur erfahren hat, ganz entscheidend von den frühen Spaltungen innerhalb der Disziplin, von Freuds Tod und dann von der Diaspora der europäischen Psychoanalyse geprägt wurden - eine Traumageschichte, die sich in Fragmentierung oder Dissoziation niederschlug. Dabei ist ihnen bewusst, dass die Analytiker versucht haben, dieses Trauma im Wege der Geschichtsschreibung und in bestimmten Augenblicken auch mit einem gewissen Grad an historiographischem Bewusstsein zu bewältigen. Zugleich stellen sie aber fest, dass die psychoanalytische Geschichtsschreibung immer wieder in das Verfassen von Biographien zurückgefallen ist, in das ehrende Gedächtnis Freuds oder in die Kritik an seiner Person -nicht an der Wissenschaft -, und sie sind des Weiteren der Ansicht, dass selbst die historiographisch bewusstere Geschichtsschreibung der letzten Jahre die Psychoanalyse noch nicht zu einer Disziplin mit einer Geschichte gemacht hat. Ihre These lautet, dass die Psychoanalyse, vergleichbar einem traumatisierten Individuum, die Fähigkeit entwickeln muss, die Geschichte des Gruppentraumas reflektierend zu erzählen.