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Ausgangspunkt ist die auf Hegel zurückführbare Annahme einer Strukturgleichheit von Kunstwerk und Selbstbewusstsein, der zufolge »der Sinn eines Kunstwerkes analog zu dem Sinn gelesen werden [kann], wie er im menschlichen Selbstbewusstsein entsteht« (S. 8). Das ist nur sinnvoll als eine Form von Quasi-Subjektivität des Kunstwerks, welches Teil einer Beziehung wie eine zwischen zwei Subjekten ist; einer intersubjektiven, die dialektisch zugleich das hervorbringt (die Subjekte), wodurch sie selbst hervorgebracht wird. Mit dem Verweis darauf, dass die Subjektivität des Kunstwerks mit dessen Materialität wesentlich zu tun hat, sich jedoch nur »im Auge des Betrachters« realisieren kann, ist die Psychoanalyse auf den Plan gerufen, als eine Theorie des Subjekts angesichts seiner Beziehungsgeschichte und -repräsentanzen. Nun zeichnet sie sich auch durch den unhintergehbaren Bezug auf dynamisch Unbewusstes aus, was es schwierig macht, dem Befund Hegels zu folgen, da bei diesem das Kunstwerk gerade dadurch gekennzeichnet ist, »dass es jeglichen unbewussten Sinn in der Einheit von Sinn und Sinnlichkeit aufgearbeitet hat« (S. 8). Als (wie) ein Selbstbewusstsein ist es »die reflektierte Identität von Bewusstsein und Sein« (S. 42).
Bergande geht nun der Frage nach, ob Kunstwerke nicht gerade deshalb wie Subjekte sind, weil sich in der Beziehung zu ihnen Unbewusstes realisiert. Referenz hinsichtlich der Annahme, Subjektivierung sei dialektisch damit verbunden, dass verdrängt würde, ist die Psychoanalyse Lacans, und so kann titelgemäß von einer »Logik des Unbewussten« die Rede sein — einer »Logik, nach der das Unbewusste am Ursprung des Selbstbewusstseins arbeitet« (S. 13) und nach der das Subjekt »gespalten ist durch den Akt seiner eigenen Artikulation« (S. 51), und zwar »unaufhebbar« (S. 57). Das Unbewusste sei »die unmittelbare Kehrseite jedes bewussten Signifikanten und seines Sinns«, und »erst aufgrund der mindestens einen initialen Verdrängung kommen die Signifikanten dazu, in