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Ausgehend von einer Skizzierung der Scham wird ein Einblick in die affektbezogene psychodynamische Beschreibung der drei großen Psychosegruppen gegeben. Danach wird die Wirksamkeit der Scham innerhalb der psychotischen Syndrome diskutiert mit dem theoretisch formulierten Ergebnis, dass der Umgang mit Schamgefühlen lediglich zum Inventar schizoaffektiv und affektiv psychotischer Persönlichkeiten gehört, nicht aber zu dem schizophren erkrankter Menschen. Einige Vignetten unterstützen die Hypothese. Schizophrene Personen »verlernen« aus Gründen der inneren Sicherheit den Umgang mit Scham, indem sie sie »vereisen«. Sollte sich im Verlauf einer analytisch orientierten Therapie bei dieser Klientel Schamerleben zeigen, so kann das als ein therapeutischer Entwicklungsindikator betrachtet werden.