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Primäres mütterliches Präokkupiertsein ist ein psychischer Zustand, der durch eine erhöhte Sensibilität für den heranwachsenden Fötus und für das Baby in der postpartalen Phase charakterisiert ist. Die moderne, mit bildgebenden Verfahren arbeitende neurowissenschaftliche Forschung hat die Annahme bestätigt, dass die Mutterschaft neuronale Veränderungen mit sich bringt und dass Mütter auf die Präsentation von Signalen, die ein Baby aussendet, anders reagieren als Nicht-Mütter. Die Autorinnen untersuchen diese Literatur hier mit Blick auf das Präokkupiertsein und gehen der Frage nach, inwieweit dieser Ansatz es ermöglichen kann, psychoanalytische Theorie und Neurobiologie unter dem Aspekt der Signalerkennung zusammenzuführen.