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Der vorliegende Band ist zusammen mit dem von Manfred Cierpka und Eberhard Windaus gleichfalls 2007 herausgegebenen Leitlinien- und Manualband zur psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie, an dem Agathe Israel und einige ihrer Autoren ebenfalls mitgearbeitet haben, als die Basisliteratur für dieses neue Fachgebiet im deutschen Sprachbereich anzusehen. Wie die Herausgeberin hervorhebt, sind die psychoanalytische Fötus-Eltern-Psychotherapie und die psychoanalytische Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie (SKEPT) die jüngsten Spezialisationsentwicklungen auf dem Gebiet der Psychotherapie. Während die Fötus-Eltern-Psychotherapie ein bisher eher marginaler Bereich ist, der sich mit den Konflikten der Eltern mit dem noch ungeborenen Kind beschäftigt, ist die Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie dabei, sich als eigenständiges Fachfeld innerhalb der analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu etablieren. Dies spiegelt sich einerseits in der Einführung der Abrechenbarkeit der SKEPT im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, andererseits in der damit gegebenen Verpflichtung, die Ausbildung in der analytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie innerhalb der AKJP-Ausbildungen zu formalisieren.
Gegenstand der SKEPT sind Regulationsstörungen, psychische und psychosomatische Störungen im Säuglings- und frühen Kleinkindalter, also bis etwa zweieinhalb Jahre. Dies ist der Zeitpunkt, zu dem in der Regel die Sprache voll entwickelt und das Kind in den Raum der Symbolisierungsfähigkeit eingetreten ist. Damit ist die Frühentwicklung abgeschlossen, und die weitere Entwicklung steht unter dem Zeichen der Ödipalität im engeren Sinne. Wie Agathe Israel in ihrer Einführung feststellt, wandelte sich die »psychoanalytische Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie […] in ihrer kurzen Geschichte von einer eher Ich-stützenden Beratung für Mütter […] zu einer psychoanalytischen Interventionstechnik« (S. 12). Konsequent stellt sie im folgenden ers