You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Beschleunigte Lebensführung kann, so wurde verschiedentlich vermutet, motiviert sein durch den Wunsch nach Kompensation von Vergänglichkeit. Bewältigung von Vergänglichkeit bezieht sich allerdings nicht nur auf die eigene Existenz. Sie findet ihren Ausdruck insbesondere im Verhältnis zur nachfolgenden Generation, die die vorausgehende noch zu Lebzeiten ablösen, potentiell übertreffen und überleben wird. Das Verhältnis zur nachfolgenden Generation ist daher konstitutiv ambivalent. Diese Ambivalenz, die in adoleszenten Generationenbeziehungen einen Höhepunkt erfährt, wird individuell und kollektiv bearbeitet. In diesem Beitrag werden Folgen von Beschleunigung und Flexibilisierung zunächst auf der Ebene des Lebenslaufs und der sorgenden Generationenbeziehungen untersucht. Sodann wird der Frage nachgegangen, welche neuen kulturellen Muster der Verarbeitung von Vergänglichkeit und intergenerationaler Ambivalenz entstehen.