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Zum Ende dieses Jahres 2011 wird Christa Rohde-Dachser aus dem Herausgeberkollegium der Psyche ausscheiden. Seit 1988 war sie Mitglied der Redaktion und nach der Umstrukturierung der Psyche 1992 deren Mitherausgeberin.
Christa Rohde-Dachser, von Hause aus Soziologin, kam über die Psychiatrische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover zur Psychoanalyse und absolvierte am Hannoveraner Institut der DPG ihre psychoanalytische Ausbildung. 1987 wurde sie als Nachfolgerin von Hermann Argelander auf den Lehrstuhl für Psychoanalyse am Psychologischen Fachbereich der Johann Wolfgang Goethe-Universität berufen, einen Lehrstuhl, der seinerzeit für Alexander Mitscherlich eingerichtet worden war. Über die Grenzen der Fachgesellschaften hinaus war sie der Fachwelt durch ihr Buch über das Borderline-Syndrom bekannt geworden. Dieser Thematik war auch ihre erste Psyche-Publikation im selben Jahr gewidmet. Frankfurt war in jener Zeit mit dem Sigmund-Freud-Institut, der Frankfurter Psychoanalytischen Vereinigung und der Psyche eine Art Mekka der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Nach Frankfurt zu kommen, war ein mutiger und folgenreicher Schritt. Die Professur in der Nachfolge Alexander Mitscherlichs war dann auch die Brücke, die Christa Rohde-Dachser in die Redaktion der Psyche führte. Obwohl ihrem Selbstverständnis nach ein verbandsunabhängiges Organ, veröffentlichte die Zeitschrift in jener Zeit doch weitgehend von Psychoanalytikern der DPV und der internationalen Psychoanalyse der IPV geprägte Arbeiten. Heute, nachdem die DPG in die IPV aufgenommen worden ist, wird erkennbar, dass die durch Christa Rohde-Dachser symbolisierte Öffnung der Psyche vor 20 Jahren dazu beitrug, die Grenzen zwischen DPV und DPG durchlässiger zu machen.
Das erste Forschungsgebiet von Christa Rohde-Dachser an der Universität war die Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz. Ausgehend von einer feministisch orientierten Ideologiekritik arbeitete sie daran, neben sonstigen Vorurteilen auch bestimmt