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Auf der Grundlage einer textnahen Lektüre metapsychologischer Argumentationen im siebten Kapitel von Freuds Traumdeutung und unter Rückgriff auf Laplanches Neuformulierung der Triebtheorie bestimmen die Autoren das Verhältnis von Wunsch und Trieb als prekäres Nachbarschaftsverhältnis. In diesem kommt dem Trieb die Rolle zu, die halluzinatorische Wunscherfüllung zu unterbrechen und Raum für eine Subjekt-Objekt-Differenzierung zu schaffen. So stehen sich nicht Trieb und Realität (Außenwelt), sondern vielmehr Wunsch und Realität entgegen, während dem Trieb eine eher vermittelnde Funktion zukommt. Zur Illustration der These dienen Gedanken zu Walter Benjamins Erzählung Wintermorgen.