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Das Buch ist eine Bestandsaufnahme zum Thema Angst aus psychotherapeutischer Sicht. Zusätzlich zu diesem fachwissenschaftlichen Text entwickelt der Autor eine kulturtheoretische Perspektive, in der er den gesellschaftlichen Umgang mit dem Phänomen Angst kritisiert.
Wie dem Klappentext zu entnehmen ist, ist Fabian Facharzt für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapeutische Medizin sowie Lehranalytiker und Leiter der Dynamisch-Psychiatrischen Klinik Menterschweige in München. Er zeigt sich in diesem Buch als ein umfassend belesener und kenntnisreicher Autor. Die Angst in ihren verschiedenen Erscheinungsformen führt er zurück auf eine Grund- oder Urangst des Menschen, die letzten Endes auf die Sterblichkeit, auf die Angst vor dem Sterben zurückgehe. Und er beschreibt plausibel, dass durch eine generelle Enttraditionalisierung unserer Lebensformen die Identität des modernen Menschen bedroht ist. Dadurch werden Ängste freigesetzt, die vormals in dieser Weise nicht auftraten, insofern die Stabilität sozialer und institutioneller Traditionen auch eine stabilere Identitätsbildung