You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Wie die Autoren im Vorwort schreiben, baut die vorliegende Einführung auf Peter Kutters Moderne Psychoanalyse auf, die zuletzt im Jahr 2000 in 3. Auflage erschien. Sie wird als neues Buch angekündigt, das »in seiner Gesamtkonzeption so gegliedert ist, dass die Leser, je nach Interessenlage, praktisch in jedes Kapitel »einsteigen« können«.
Gemessen an der enormen Wissensmenge, die in über hundert Jahren unter dem Oberbegriff Psychoanalyse entstanden ist, kann auch ein Buch mit rund 400 Seiten noch als eine Einführung gelten. Wie auf dem Umschlag angekündigt, gibt es - auch nach Auffassung des Rezensenten - einerseits bewährte Konzepte zuverlässig wieder und skizziert andererseits neue Strömungen, von denen jetzt noch nicht abzusehen ist, wie ihr Verhältnis zu den bewährten Konzepten - oder umgekehrt - aussehen wird.
Um das Ziel einer Einführung in die Psychologie »als einer Psychologie unbewusster Prozesse« in der Wissensmenge nicht zu verlieren, haben die Autoren einige Schwerpunkte gesetzt und ausführliche Kapitel geschrieben, die sich in Seminaren auch zu einem speziellen Thema verwenden lassen, z. B. im Kontext der Krankheitslehre (Teil VII) das Kapitel 10 zur psychoanalytischen Psychosenlehre. Gleichzeitig mussten sie offensichtlich, um nicht in die Dimension eines Lehrbuches überzugehen, einige Themen sehr verkürzen, so z. B. das Kapitel zur Traumlehre (Teil V), das mit zweieinhalb Seiten fragwürdig kurz ausgefallen ist, ebenso wie die Psychoanalyse als Sozialpsychologie, der im großen Teil IX »Die Psychoanalyse - ein Behandlungsverfahren« im Abschnitt 10 »Die Realität der psychoanalytischen Praxis« in einem Unterabschnitt gerade mal vier Seiten gewidmet werden (während das vorausgegangene Buch mit dem Teil »Psychoanalyse jenseits von Klinik und Sprechzimmer« der Gesellschaftskritik mehr Raum ließ).
Die für eine Einführung hohe Seitenzahl hat es ermöglicht, dass die Krankheitslehre der Psychoanalyse ausführlich behandelt wird, nachdem in den Teilen »Entwicklungsps