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1. Mit den zehn in diesem Band versammelten Aufsätzen von Alfred Lorenzer aus den Jahren 1982-1991 bieten die Herausgeber eine Zusammenfassung seines Werks an, die sich nicht zuletzt zu Studienzwecken eignet: sei es in den Heilberufen, sei es in der Erziehungs- und Sozialwissenschaft und den Beratungsprofessionen. Die Texte sind hilfreich für einen ersten Zugang zur Tiefenhermeneutik und bieten einen theoretischen Rahmen für das stets neu geforderte Überdenken der Vorgehensweisen in Forschung und Praxis.
In den Texten zeigen sich zwei Erkenntnisrichtungen. Es geht zum einen in der Auseinandersetzung mit Freud um Struktur und Dynamik des Unbewussten. Lorenzer definiert es als von der Sprachsymbolik unabhängig konstituiertes, aber dennoch aus Szenen bzw. Interaktionserfahrungen gebildetes System, ein Sinnsystem mit einer »szenischen Struktur« (S. 34). Zum anderen geht es um die Struktur und Dynamik des Verstehens dieses nicht unmittelbar zugänglichen Sinnsystems. Allerdings fügt er seinen frühen Arbeiten mit dem Begriff Hermeneutik des Leibes einen besonderen Erkenntniszugang zum Unbewussten hinzu. Neuere, auch neurobiologische Ansätze der Affektforschung greift er auf oder nimmt sie vorweg.
Die Besonderheiten des szenischen Verstehens entfaltet Lorenzer an der therapeutischen psychoanalytischen Situation. Das szenische Verstehen werde