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Wie in einem Panoptikum tauchen in Frühe Kindheit als Schicksal? von Marianne Leuzinger-Bohler alle Interessen und Arbeitsbereiche auf, mit denen sich die Autorin als Kinder- und Erwachsenenanalytikerin, in ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit, in ihrer Eigenschaft als Direktorin des Sigmund-Freud Instituts (SFI) in Frankfurt/M. und als Konzeptforscherin in der IPV befasst hat. Sie gewährt uns Einblicke sowohl in ihr Denken als auch in den state of the art der aktuellen psychoanalytischen Forschung. Lesend erleben wir eine leidenschaftliche, engagierte Psychoanalyse, die sich auf drängende gesellschaftliche Probleme einlässt und sich zugleich als Teil der scientific community versteht.
Im Zentrum des Buches steht die große Frankfurter Präventionsstudie, die das SFI mit Hilfe des Instituts für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, beigezogener Spezialisten aus Statistik, Pädagogik und Neurobiologie sowie mit Unterstützung von Seiten der Bürgermeisterin, des städtischen Schulamtes und vieler Erzieher zwischen 2003 und 2006 durchgeführt hat. Insgesamt waren 800 Kinder von 28 Frankfurter Kindertagesstätten in die Feldstudie einbezogen, von denen die eine Hälfte zur Interventions- und die andere zur Kontrollgruppe gehörte. Das zweijährige psychoanalytische Präventionsprogramm beinhaltete 14-tägige Supervision für die Erzieherinnen, wöchentliche teilnehmende Beobachtung der Kinder durch psychoanalytisch geschulte MitarbeiterInnen als Grundlage für den Austausch mit den