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William I. Grossmans psychoanalytische Beiträge haben bisher keine hinreichende Würdigung erfahren. In einer seiner wichtigsten Veröffentlichungen legt er in bemerkenswerter Weise dar, wie systematisch Freud dachte und theoretisierte, und dies lange bevor er die Psychoanalyse begründete. Diese Art zu denken strukturiert Freuds Überlegungen und wird in seinen Theorien anschaulich. Es handelt sich um ein flexibles, erweiterbares, hierarchisches und rekursives Denken. Grossmans Freud-Lektüre öffnet ein Fenster zu Freuds Texten, das spannende neue Einsichten ermöglicht, so auch die Idee, dass ein transformatives Verständnis des »Übersetzens«, ein Begriff von der Art des kreativen Freudschen Denkens, den Analytikern unterschiedlicher Kulturräume und Denksysteme helfen kann, über Grenzen hinweg miteinander zu kommunizieren. André Greens Konzept des pathologischen Negativen wird hier als Beispiel dafür herangezogen, dass und wie »Grossmans Freud« das Überqueren kultureller und theoretischer Grenzen erleichtern kann.