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Auch in seinem neuen Buch setzt sich Mathias Hirsch mit der Funktion des Körpers im psychischen Konflikt auseinander und schließt damit an den von ihm 1989 herausgegebenen Band Der eigene Körper als Objekt an, dessen Titel als erkenntnisleitende Metapher inzwischen zum Grundbestand des psychoanalytischen Vokabulars gehört. Im vorliegenden Band zeigt Hirsch, wie man Körperstörungen unter der Perspektive von Spaltung und Dissoziation theoretisch fassen und therapeutisch behandeln kann.
Das erste Kapitel behandelt die Dissoziationen, das zweite die Inszenierungen des Körpers. Die weiteren Kapitel sind einzelnen Störungsbildern gewidmet. Im ersten Kapitel geht es um normalpsychologische Aspekte und Grundlagen der Körperspaltung. Dann führt Hirsch die folgenden drei zentralen Funktionen der Körperdissoziation ein: 1. Die Körperspaltung als Folge eines Traumas, wobei der Körper zugleich als Subjekt und Objekt der Gewalt und das Körpergeschehen als Container der traumatischen Erfahrung dient. 2. Die Verwendung des Körpers als Mutterersatz und als Übergangsobjekt. 3. Die Verwendung des Körpers als Grenzorgan zwischen Innen und Außen, zwischen Selbst und Objekt.
Zum ersten Aspekt - Körperstörung als Traumafolge - gehört das Konzept der zweizeitigen Abwehr traumatischer Erfahrung: Zunächst wird die traumatische Situation dadurch abgewehrt, dass die unerträglichen Wahrnehmungen und Affekte in den Körper oder einen Teil des Körpers projektiv abgespalten werden und dieser dann dissoziiert wird (Abwehrstufe 1). Diese Abschaltung der Affekte durch die Dissoziation des Körpers führt jedoch zu