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Am Beispiel der Eingewöhnungsgeschichte eines zweijährigen Mädchens mit Migrationshintergrund wird gezeigt, dass der Übergang aus der Familie in die Tagesbetreuung für Kleinst- und Kleinkinder eine komplexe und schmerzvolle Herausforderung darstellt. Eltern und Erzieher/-innen wird ein hohes Maß an Einfühlung abverlangt, die sich aber als äußerst störanfällig erweist. Deutlich wird, dass das mehr oder weniger gute Gelingen der empathischen Begleitung des Kindes mit der Aktualisierung belastender, nicht bewältigter Trennungserfahrungen der Eltern und den damit einhergehenden Abwehrprozessen verbunden ist. Diese Dynamik kann u.a. im Kontext von Migration Bedeutung erlangen, da Migration Trennungs- und Verlusterfahrungen evoziert. Ebenso wird gezeigt, dass fehlende Selbstreflexion und mangelnde Auseinandersetzung mit belastenden Gefühlen auf Seiten der Erzieher/-innen die für die Trennungsbewältigung erforderliche Triangulierung zwischen Kind, Eltern und Erzieher/-innen erschwert.