You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Auch heute noch betrachten viele klinisch tätige Psychoanalytiker den Traum als die »Via regia zum Unbewussten«, als zentrale Quelle von Erkenntnissen in ihrer »spezifischen Wissenschaft des Unbewussten«. Im ersten Teil dieser Arbeit wird skizziert, dass als Ergänzung dazu in den letzten Jahrzehnten weitere, interessante methodische Zugangsweisen in der klinischen und extraklinischen Traumforschung der Psychoanalyse entwickelt wurden. Wie durch einen Einzelfall aus der noch laufenden LAC-Depressionsstudie illustriert wird, können wir im Rahmen dieser Studie einerseits anhand von differenzierten Einzelfallstudien einen Beitrag zur klinisch-psychoanalytischen Traumforschung leisten. Andererseits stehen uns heute dank der Entwicklungen in der Therapieforschung eine Reihe von anspruchsvollen extraklinischen Methoden zur Verfügung, um die Veränderung des manifesten Trauminhalts während Psychoanalysen zu untersuchen. Ergebnisse, die mit solchen Methoden gewonnen wurden, werden auch von Vertretern der nichtpsychoanalytischen Wissenschaftswelt akzeptiert und öffnen daher neue Türen zum interdisziplinären Dialog. Besonders überzeugend scheint uns die Möglichkeit, Träume, wie sie in der klinisch-psychoanalytischen Situation erzählt wurden, mit solchen zu vergleichen, die von dem jeweiligen Analysanden, völlig unabhängig davon, zum gleichen Zeitpunkt im Schlaflabor berichtet wurden.