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Aus Untersuchungsergebnissen zur Wiederkehr von Tagesresten im Traum lässt sich ableiten, dass zu den Wesensmerkmalen des Primärvorgangs nicht nur Verschiebung und Verdichtung, sondern auch Fragmentierungsschritte gehören. Sie setzen größere und kleinere Subeinheiten von Sach-/Wortvorstellungs-Komplexen frei, aus denen sich die Tagesreste ursprünglich zusammensetzen. Wie ionisierte Moleküle oder Molekülketten verfügen die Fragmente dann über eine für den Primärvorgang charakteristische freie Beweglichkeit, die das Spiel von Verschiebung und Verdichtung erst ermöglicht. Den Fragmenten noch eigene Bindungskräfte begrenzen andererseits den Spielraum von Verschiebung und Verdichtung und verleihen so dem Es den Anschein einer inneren Struktur. Eine endgültige Fixierung der Verschiebungs- und Verdichtungsoperationen erfolgt aber erst »von außen«, durch Einwirkungen eines eigenständigen sprachkompetenten Traum-Ichs. Bei der Traumbildung ist es Gegenspieler des Primärvorgangs. Es formt kohärente bewegte Traumbildfolgen gemäß einem Traum-Skript. Abweichend von früheren Annahmen zur Traumarbeit sind an der Bildung des manifesten Traums somit drei Organisatoren beteiligt: die in Tagesresten gelösten Traumgedanken, der Primärvorgang und das Traum-Ich.