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Der Autor zeigt, wie er die von Fritz Morgenthaler entwickelte Methode Traumseminar anwendet. Traumseminare legen für ihre Arbeit den in einer Behandlungsstunde erzählten Traum zugrunde - unter strikter Ausschließung jedes weiteren Kontextwissens. Dabei ist die Grundannahme: Da jeder Traum ein sinnlogisch strukturiertes Gebilde darstellt, mit einer ihm und nur ihm eigenen Ausdrucksgestalt, muss es möglich sein, diese Gestalt auch ohne biographisches und klinisches Kontextwissen aufzuschließen. Zum Zweck der inneren Ordnung der Seminarbeiträge hat der Autor eine psychoanalytische Pragmatik der sechs Register entworfen, nach denen die spontanen Lesarten der Seminarteilnehmer intuitiv geordnet werden. Im Folgenden werden zunächst diese sechs Register erläutert. Sie sind zugleich Leitlinien in der Generierung, Verwerfung und Bündelung von Lesarten zu den Sequenzstellen des Traums. Anschließend werden anhand von verschrifteten Tonaufzeichnungen zwei Träume und ihre Bearbeitung im Traumseminar vorgestellt.