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Drei Bände, drei Traum-Autoren, alle Bände in etwa derselben Weise präsentiert: Zuerst eine Reihe von Schlafträumen, bei Walter Benjamin zusätzlich eine Zusammenstellung seiner traumtheoretischen Reflexionen, anschließend Nachworte, die jeweils aufzeigen, welchen Stellenwert diese Träume im Gesamtwerk der Autoren haben, wie versucht wurde, die eigenen Träume zu verstehen und Ansätze zu einer eigenen Theorie des Traumes zu finden. Die Sammlungen enthalten eine Auswahl von Träumen im Sinne eines Lesebuchs. Träume werden nicht einzeln analysiert. Nun weiß man natürlich, dass Aufzeichnungen von Träumen literarisch tätiger Menschen, trotz aller Beteuerungen, nicht jene authentische Nähe zum geträumten Traum haben (der ja bildhaft und nicht sprachlich ist), die man sich als Traumforscher und praktizierender Psychoanalytiker wünscht. Das Leben in der Welt der Sprache erzeugt Artefakte. Die Erinnerung an den Traum wird sprachlich ausgeschmückt und ausgedehnt, bereits im Erinnerungsprozess selbst und nicht erst im Akt des Schreibens. (Die gegenteiligen Äußerungen aller drei Träumer sind nicht ernst zu nehmen.) Das verwischt die bildhafte Wahrnehmung, die gewisse Attribute akzentuiert, andere aber anonymisiert. Der Traum wird auf diese Weise zur Kunstform. Diese sorgt für poetische, erinnerungsträchtige Bilder. Die inneren Welten der Träume und ihr Bezug zur aktuellen Realität bleiben verschlossen. Wie stark Träume Kern und Ausgangspunkt von essayistischen und literarischen Werken sind, bewusste oder unbewusste Quellen des Schreibens, wird lediglich bei Arno Schmidt deutlich (s. dazu ausführlich: Luigi Malerba, Der Traum als Kunstwerk, ). Die drei Kommentatoren versuchen, das Thema Traum - oft ausgedehnt auf andere »Träume«, z.B. kollektive Träume (bei Walter Benjamin) - in das Gesamtwerk der jeweiligen Autoren einzubringen. Das gelingt ihnen ausgezeichnet, sodass auch die zumeist weit verstreuten Aussagen zum Traum in den verschiedenen Schriften über den beliebten Status von