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Der Autor konzeptualisiert mit dem Zeroprozess eine Form des mentalen Funktionierens, die sich vom Primär- wie auch vom Sekundärprozess unterscheidet. Der Zeroprozess zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass seine Inhalte sich in einem »gefrorenen« Zustand befinden, weil das unter dem unmittelbaren Eindruck eines traumatischen Geschehens stehende Erleben nicht verarbeitet (nicht integriert, nicht symbolisiert, nicht abstrahiert etc.) wird. Da es nicht zur Konstruktion der traumatischen Erfahrung kommt, hat sie sich auf der psychischen Ebene noch nicht endgültig ereignet, sondern ist immer gerade dabei oder unmittelbar davor, sich zu ereignen. Die Inhalte des Zeroprozesses haben die bewahrende Qualität der Erinnerung, verhalten sich in anderer Hinsicht aber wie eine unmittelbare Erfahrung: sie sind entweder real und laufen wie andere momentane Erfahrungen eben jetzt »in Realzeit« ab, oder sie sind ganz und gar abwesend und scheinbar unauffindbar, wie an einer Fallvignette anschaulich wird. Eine Reihe von Abwehrmechanismen, die sich die spezifischen Eigenschaften des Zeroprozesses zunutze machen, werden vorgestellt, so die Ichspaltung, die Identitätsspaltung und die zeitliche Verlagerung. Die therapeutische Arbeit mit dem Zeroprozess schließt die Analyse dieser und anderer Abwehrmechanismen in einer geschützten Atmosphäre ein, so dass es am Ende zur Konstruktion der traumatischen Erfahrung kommen kann.