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Erneut legt Ilany Kogan ein Buch über ihre klinischen Erfahrungen mit traumatisierten Patienten vor. Dieser Sammelband - in bewährter Form von Elisabeth Vorspohl übersetzt - enthält Vorträge und Artikel, die zwischen 1993 und 2006 gehalten bzw. publiziert wurden.
Ausführliche und lebendige Falldarstellungen werden unter dem Oberthema der manischen Abwehr dargestellt. Es geht um die Anerkennung von Trauer und Schmerz als Grundbedingung für jeden therapeutischen Prozess. Ilany Kogan lebt und arbeitet in Israel. Sie selbst ist Betroffene in zweifacher Hinsicht: Opfer des Holocausts und gegenwärtig wie die Patienten ihrer Praxis den Bedrohungen in Israel ausgesetzt - sei es durch Terror oder durch Krieg. Analytikerin und Patient gehören in doppelter Hinsicht derselben traumatisierten Großgruppe an. Als Leser werden wir in diesem Buch mit Schicksalen konfrontiert, die scheinbar unausweichlich in Krankheit und Verzweiflung münden. Die Macht des Wiederholungszwangs tritt auf allen Ebenen in Erscheinung: individuell beim Patienten, in der Übertragungsbeziehung, in der Gegenübertragung, im Agieren und Mitagieren und auch in kollektiv gesellschaftlichen Prozessen. Die aktuellen Bedrohungen durch die äußere Realität bemächtigen Analysanden, vor allem die Kinder der zweiten und dritten Generation, und auch die Analytikerin in einer Weise, dass zwischen der inneren und der äußeren Realität schwer zu unterscheiden ist.
In ihrem einleitenden Kapitel setzt sich die Autorin in einem historischen Überblick mit den Konzepten der manischen Abwehr von Melanie Klein, Winnicott (beide 1935!) und späteren Autoren auseinander, um dann auf die Bedeutung der Inszenierung für die intergenerationelle Weitergabe von Traumata zu kommen. Sie zeigt den Unterschied zwischen den »Inszenierungen in der Phantasie« und jenen in der Realität auf, die wir als Enactment bezeichnen. Auf dem Wege hochspezifischer Identifizierungen machen sich die Kinder die Traumata der Eltern zu eigen, gehen in den Gefühlen d