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Die Leipziger psychoanalytische Gruppe war die erste, die sich nach 1918 außerhalb Berlins in Deutschland entwickelte. Aufgrund breiter Quellenstudien erzählt der Aufsatz ihre Geschichte, verbunden mit der ihrer Leiterin, der ungarischen Emigrantin Therese Benedek: die Anfänge in einem studentischen Arbeitskreis; die Unterordnung unter die Berliner Zentrale mit ihren Ansprüchen an Schulgebundenheit und Professionalität; die Rolle, die Benedek, ohne eigene Analytikerausbildung, in diesem Prozess spielte; die Umwandlung in eine Arbeitsgemeinschaft der DPG, die eine informelle psychoanalytische Ausbildung vor Ort betrieb; die Aktivitäten, die von der Gruppe aus in die Öffentlichkeit ausstrahlten, besonders in die Leipziger Lehrerschaft; das Ende unter dem Nazi-Regime, vor dem Benedek 1936, nach einem Intermezzo in Berlin als wichtige Lehr- und Kontrollanalytikerin, in die USA floh.