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Udo Rauchfleisch möchte eine fruchtbare Diskussion über die »Zahlung von Analysestunden während der Abwesenheit der Analysandinnen und Analysanden anregen«. Er geht davon aus, dass bei »ordnungsgemäß« abgesagten Stunden seitens des Psychoanalytikers keine Leistung erbracht werde. Er behauptet, die Argumente der »Gegenseite« zu kennen. Wir möchten sie in unserer Entgegnung benennen und eine differenziertere Abwägung vornehmen, zumal Rauchfleisch nicht bekannt ist, auf welche Quellen sich »Befürworter des Bezahlens« berufen. Er vermutet lediglich, dass Freud dazu etwas geschrieben haben könnte, um dann selbst flexibler mit dieser Regelung umzugehen als heute üblich. Freud schrieb tatsächlich 1913: »Wichtige Punkte zu Beginn der analytischen Kur sind die Bestimmungen über Zeit und Geld. In Betreff der Zeit befolge ich ausschließlich das Prinzip des Vermietens einer bestimmten Stunde. Jeder Patient erhält eine gewisse Stunde meines verfügbaren Arbeitstages zugewiesen; sie ist die seine und er bleibt für sie haftbar, auch wenn er sie nicht benutzt« (1913c, S. 458).
Spätere Autoren (vgl. Eissler 1974; Harsch 1985; Dimen 1994; Korte 2003; Berns & Lange 2011; Blohm 2011) haben die Bedeutung des Geldes für die Gestaltung des bi-personalen Feldes zwischen Analysand und Analytiker untersucht. Dabei spielt Geld als reales, aber auch als symbolisches Element für die seelische Integration von Liebes- und Hasserfahrungen in einer persönlich dichten Beziehung eine zentrale Rolle. Die Paradoxie der analytischen Situation, die zum Zweck der wachsenden Autonomie des Analysanden die Erfahrung persönlicher Intimität mit einer geschäftsmäßigen Vereinbarung verbindet, gründet in der Bezahlung des Analytikers. Dieser verdient mit seiner psychoanalytischen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt, und insofern entsteht eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen beiden Partnern des analytischen Paares. In einer prägnanten Weise hat Winnicott diese paradoxale Gegenseitigkeit in seiner Eingangswidmung i