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Wenn Psychoanalyse gelingt, bietet sie den Patienten einen Raum, in dem sich ein starres »Es ist so« zu einem »Was bedeutet es« verflüssigen kann. Fremdheit ist ein konstitutives Element in diesem Raum, weil das Nichtkennen und Nichtwissen den Zugang zu abgewehrten Bedeutungen eröffnet. Geht die Fremdheit jedoch über die impliziten kulturellen Übereinstimmungen und Selbstverständlichkeiten hinaus, kann auf Seiten der Analytiker eine Verunsicherung entstehen, durch welche die kulturelle Fremdheit konkretistisch als Verständigungshindernis betrachtet wird. Manche Patienten wiederum entwickeln eine regressive Sehnsucht nach kultureller Übereinstimmung, von der sie meinen, dass sie eine zwingende Voraussetzung dafür wäre, verstanden zu werden. Diese Abwehr auf beiden Seiten des analytischen Dialogs blockiert die Öffnung des triangulären Raum der analytischen Behandlung.