You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Mit dem Konstrukt eines psychischen Apparats hat Sigmund Freud erstmals einen fiktiven Ort benannt, an dem sich die Transformation roher Sinnesreize in psychische Repräsentanzen ereignen könnte. Über diese Prozesse und ihre Entwicklung können wir a priori nichts wissen, sie sind unbewusst. Jedoch liefert eine hinter das Wissen führende Psychologie, wie Freud die frühe Konzeption einer psychoanalytischen Metatheorie eingeführt hat, einen begrifflichen Rahmen. Seitdem können wir über Wesen, Funktion und Entwicklung der psychischen Repräsentanz und deren Schicksal nachdenken und hypothetische Modelle formulieren. Wissenschaftliche Validität, Nutzen und Verwendbarkeit solcher Annahmen sind umstritten. Der Autor unterzieht sie einer sorgfältigen Prüfung und stellt abschließend die Frage, ob die Psychoanalyse als psychosoziale Wissenschaft zukünftig auf die Metapsychologie verzichten oder ob die theoretische Spekulation eines Apparats mit metapsychologischem Begriffssystem dem Forschungsprogramm einer zukünftigen wissenschaftlichen Psychoanalyse als Kernstruktur zugrunde gelegt werden kann.