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Die dunklen Landschaften des Seelenlebens seiner Patienten beschreibt Jonathan Sklar in seinem im Herbst 2011 erschienenen Buch. Um Trauma, psychosomatische Erkrankungen und psychotische Zustände kreisen sieben der acht Kapitel; das achte Kapitel, verfasst zusammen mit Michael Parsons, widmet sich dem Lebenszyklus des Analytikers und unserem Umgang mit den verschiedenen Aufgaben, mit denen wir im Laufe unseres Analytiker-Lebens konfrontiert sind.
Jonathan Sklar ist Psychiater und Psychoanalytiker, Lehranalytiker der British Psychoanalytic Society, und hat vier Jahre an der Tavistock Clinic in London gearbeitet. Von 2007 bis 2011 war er Vizepräsident der EPF. In seinem Buch zeigt er sich als so sensibler wie entschlossener Psychoanalytiker in der Tradition Freuds, Ferenczis und Balints. Doch schon im Prolog beleuchtet er die Tatsache, dass unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit uns dazu treiben kann, bestimmte theoretische Positionen einzunehmen, und dass es, wenn es oft auch lange braucht, notwendig ist, die »eigene kreative Richtung« zu finden.
Über seinen psychoanalytischen Umgang mit schweren psychischen Störungen schreibt Jonathan Sklar in einer Weise, die durch Klarheit seiner theoretischen Überlegungen und Anschaulichkeit seiner klinischen Beschreibungen beeindruckt. Er plädiert »für eine Rückkehr der Psychoanalyse zum unbewussten Wert der klinischen Geschichte und der freien Assoziation« und hat sich vorgenommen, in seinem Buch »den unbewussten Prozess, Widerstand und den Wert psychoanalytischen Zuhörens« (XIII) zu untersuchen. Dabei legt er bei der Bearbeitung realer Traumata besonderen Wert darauf, dass »die analytische Untersuchung des frühen Traumas zu einem großen Teil nicht innerhalb des intellektuellen Teilgebiets der Deutung stattfindet« (XIV).
Das erste Kapitel über »Die Wiedergeburt von Geschichte und Trauma in der Psychoanalyse« ist das einzige ausschließlich theoretischer Natur und setzt sich mit Tendenzen in der gegenwärtigen Praxis der Psychoanalyse au