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Es wird der Frage nachgegangen, wie der metatheoretische Entwurf eines intersubjektiven Paradigmas eine neue Perspektive für die Psychoanalyse sein kann. Dabei wird diejenige Richtung, die Intersubjektivität kausal begründen will und sich dabei an den Ergebnissen naturwissenschaftlich objektivierender Wissenschaften wie der Säuglingsforschung, der Kognitions- und Neurowissenschaften orientiert, einer Kritik unterzogen. In Abgrenzung zu diesem Ansatz wird hier, anknüpfend an phänomenologische und gestaltpsychologische Überlegungen und verbunden mit einem genuinen psychoanalytischen Denkansatz, »Beziehung« verstanden als ein in sich gegliederter, sinnvoller Zusammenhang. Das Konzept des »Narzissmus« wird dabei metapsychologisch als Bezugspunkt aufgegriffen. Methodisch bedeutet das die Orientierung an einem kunstanalogen Wissenschaftskonzept, das eine psychästhetische Logik zur Grundlage nimmt. »Intersubjektivität« kann ein neues Paradigma werden, wenn die Psychoanalyse wieder die Frage nach dem Sinnzusammenhang seelischer Phänomene und den immanenten Bedingungen ihres Zustandekommens als ihre zentrale Fragestellung aufgreift und von dort aus ihren wissenschaftlichen Gegenstand zu bestimmen sucht.