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Mit dem Untertitel sensibilisiert die Autorin den Rezipienten bereits für einen wichtigen Teil des Ergebnisses ihrer wissenschaftlichen Untersuchung - nämlich die Möglichkeit von Entwicklung und Transformation sexueller Identität.
Sie beginnt ihre in unterschiedlichster Hinsicht bemerkenswerte und wichtige Arbeit mit einer kurzen Darstellung der Überlegungen Sigmund Freuds zur gleichgeschlechtlichen Objektwahl und begegnet dabei schnell dem Phänomen, dass der ausschließlich heterosexuellen Objektwahl - obgleich von Freud bereits als »ein der Aufklärung bedürftiges Problem« benannt - kaum Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die Besonderheiten der heterosexuellen Partnerwahl homosexueller Männer scheinen weder bei Freud noch in den Arbeiten der Nachfolger Beachtung gefunden zu haben. Die Autorin hebt in diesem Kontext zunächst Freuds Auffassung vom Ödipuskomplex hervor, der mit Bisexualität, also jeweils hetero- und homosexuellen Objektwahlen und männlichen und weiblichen Identifizierungen, einhergeht, und betont die Bestrebungen zahlreicher nachfolgender Psychoanalytiker, die homosexuelle Objektwahl als Krankheit zu betrachten und in die Nähe einer Geschlechtsidentitätsstörung zu rücken. Sie verweist auf die Rolle Freuds, der letztlich die Grundlage legte für eine der aktuellen Betrachtungsweisen von Geschlechtsidentitäten als unterschiedliche Legierungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, wie beispielsweise von Martin Dannecker beschrieben.
Es folgen Überlegungen über internalisierte Homophobie und vermeintlich augenscheinliche Motive homosexueller Männer, heterosexuelle Ehen einzugehen. Hier finden auch die äußeren Umstände, unter denen eine homosexuelle Identitätsbildung stattfinden konnte, und deren drastischer Wandel in der jüngsten Vergangenheit ihre Erwähnung. Explizit geht die Autorin dabei auf die existentiellen Bedrohungen während der Nazidiktatur ein, die Kastration