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Mikrowelten sind affektiv-kognitive Einheiten der mentalen Organisation. Zentrale Konzepte sind Repräsentanzen und affektive Relation. Innere Mikrowelten werden von äußeren unterschieden. Letztere basieren auf situativ begrenzten Wahrnehmungen, die affektiv besetzt werden. Das Niveau der analysierten Informationsverarbeitungsprozesse ist nichtverbal, liegt über der neurophysiologischen Ebene und ist dem »parallel processing« verpflichtet. Im Unterschied zu »Beziehung« umfasst eine Mikrowelt auch stets die Umgebung, deren nichtpersonale Elemente sowie den Raum. Ein Subjektprozessor zentriert die Mikrowelt über Horizonte, die ihrerseits wieder die Identität des Subjektprozessors bestimmen. Zunächst wird die Bildung von Mikrowelten in der frühen Kindheit in Abhängigkeit von der Mikrowelt der Mutterperson beschrieben. Es folgt eine systematische Analyse der Struktur erwachsener Mikrowelten, der besonderen Struktur des Subjektprozessors und der Interpenetration der Mikrowelten zweier Subjekte. Am Beispiel der psychotischen Wahnbildung wird das Verhältnis zwischen Mikrowelt und Subjektprozessor sowie deren Störung verdeutlicht.